Individuelle Förderung von Geburt anDie Frühförderstelle für den Kreis Kleve war landesweit eine der ersten Einrichtungen, die interdisziplinäre Behandlungen von Säuglingen und Kleinkindern angeboten hat. Seit dem 01.07.2007 führen wir unsere interdisziplinäre Frühförderung (IFF) als sogenannte Komplexleistung im Sinne von §§ 30 und 56 Sozialgesetzbuch IX durch.
Für die Familien im Kreis Kleve können wir wohnortnah die verschiedenen Förderbereiche anbieten, da wir sowohl in Kevelaer als auch in Kleve über gut eingerichtete Häuser verfügen. In beiden Einrichtungen werden die Kinder neben der Heilpädagogik durch Physiotherapie, Ergotherapie und/oder Logopädie gefördert. Diese Maßnahmen können entweder gleichzeitig, nacheinander oder im Wechsel und mit unterschiedlichen Intensitäten durchgeführt werden.
Für 228 Kinder aus dem Kreis Kleve, die entweder eine Behinderung haben, die von einer Behinderung bedroht oder in ihrer Entwicklung gefährdet sind, konnte die Kreisverwaltung im Jahr 2009 insgesamt 11152 Therapieeinheiten in der Frühförderstelle für den Kreis Kleve unterstützen. Rund 620000 Euro zahlte der Kreis für die Maßnahmen zum Wohl der Kinder und der Familien.
Die Frühförderstelle wurde im Jahr 1981 mit Hauptsitz in Kevelaer gegründet. Eine Nebenstelle gibt es in Kleve. Sie ist Anlaufstelle für Familien mit Kindern im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter, die einer speziellen Forderung bedürfen.
Seit Mitte des Jahres 2007 wird im Kreis Kleve die sogenannte Komplexleistung angeboten. Sie wird auf Grundlage eines individuellen, Förderkonzeptes unter Einbeziehung der Eltern erbracht, interdisziplinar entwickelt und laufend entsprechend den Erfordernissen fortgeschrieben.
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Viele Eltern sind verunsichert, wenn ihnen mitgeteilt wird, dass ihr Kind entwicklungsverzögert, möglicherweise behindert oder von Behinderung bedroht ist.
Doch anders als früher finden solche Familien in interdisziplinären Frühförderstellen medizinische, pädagogische, psychologische und soziale Hilfe. Da eine Behinderung oder Entwicklungsauffälligkeit sehr vielfältige Ursachen haben kann, beruht das Konzept der Frühförderstellen auf einer fachübergreifenden Arbeitsweise. Das bedeutet, Pädagogen und Therapeuten verschiedener Fachbereiche arbeiten zusammen und bieten so den Familien die Unterstützung, die sie wirklich brauchen.
Frühförderstellen betreuen Kinder von der Geburt an bis zum Einschulungsalter. Denn gerade in den frühkindlichen Entwicklungsphasen lässt sich noch vieles beeinflussen. Eine früh einsetzende, individuelle Förderung kann Entwicklungsverzögerungen vermindern. Durch... Mehr »